Der Mirador La Tarta ist ein kurzer, kostenloser Fotostopp an der TF-24 im Teide-Nationalpark. Halte hier an, wenn du die auffällig geschichteten Vulkanablagerungen aus der Nähe sehen möchtest. Für eine eigene Anfahrt nur wegen dieses Aussichtspunkts ist der Halt zu klein; als Teil einer Fahrt über die Höhenstraße lohnt er sich dagegen sehr.

Das Wichtigste in Kürze

  • Lage: an der TF-24 bei Kilometer 31,8 und 31,9, zwischen El Portillo und La Esperanza.
  • Zeitbedarf: etwa 10 bis 20 Minuten reichen für beide Stopps und Fotos.
  • Parken: direkt an den kleinen Haltebuchten; bei wenig Platz lieber weiterfahren als am Straßenrand improvisieren.
  • Eintritt: Für den Aussichtspunkt brauchst du weder Ticket noch Reservierung.
  • Gute Bedingungen: klare Sicht und wenig Wind; bei Wolken bleiben die farbigen Gesteinsschichten trotzdem sichtbar.

Warum heißt der Aussichtspunkt „La Tarta“?

„La Tarta“ bedeutet auf Spanisch „die Torte“. Der Name passt zum Straßenanschnitt: Helle, rötliche und dunkle Ablagerungen liegen wie verschiedenfarbige Kuchenschichten übereinander. Nach Angaben der Nationalparkverwaltung stammen die Materialien aus weit auseinanderliegenden vulkanischen Phasen, ähneln sich aber in ihrer Form.

Die ältere Beschreibung der Seite reduzierte die Farben auf Bimsstein, Basalt und oxidierten Basalt-Picón. Das klingt schön eindeutig, ist für einen kurzen Blick auf den Aufschluss aber zu pauschal. Entscheidend ist hier nicht, jede Lage vom Parkplatz aus sicher zu bestimmen, sondern das übereinanderliegende Archiv verschiedener Eruptionen zu erkennen.

Helle, rote und dunkle Ablagerungen am Mirador La Tarta
Die farbigen Schichten geben dem Mirador La Tarta seinen Namen.

Zwei Stopps statt nur eines Aussichtspunkts

Auf der offiziellen Karte des Teide-Nationalparks stehen La Tarta 1 und La Tarta 2 direkt nebeneinander. Beide liegen an der TF-24, erfüllen aber nicht genau dieselbe Aufgabe:

Stopp Lage Was du dort siehst
La Tarta 1 TF-24, km 31,8 einen kleinen Hochgebirgsgraben, Spuren der Wassererosion und bei klarer Sicht La Palma im Hintergrund
La Tarta 2 TF-24, km 31,9 den markanten Anschnitt mit verschiedenfarbigen vulkanischen Schichten

Wenn du nur wenige Minuten hast, ist La Tarta 2 der charakteristischere Halt. Für die breitere Landschaft und einen zweiten Blickwinkel nimmst du La Tarta 1 dazu. Einen Wanderweg musst du hier nicht einplanen: Die Nationalparkverwaltung führt an beiden Punkten keinen angeschlossenen Parkweg auf.

Vulkanischer Straßenanschnitt am Aussichtspunkt La Tarta
Der geologische Aufschluss liegt unmittelbar an der TF-24.

Anfahrt und Parken am Mirador La Tarta

Der Aussichtspunkt liegt an der TF-24, der Hochlandstraße zwischen La Esperanza und El Portillo. Die offiziellen Kilometerangaben sind für die Orientierung verlässlicher als ein einzelner Karten-Pin: Suche nach km 31,8 und 31,9 und achte früh auf die Haltebuchten.

Die Straße ist kurvig und wird von Motorrädern, Fahrrädern und Ausflugsverkehr genutzt. Reduziere die Geschwindigkeit rechtzeitig, setze den Blinker und halte nur dort, wo dein Auto vollständig in die Bucht passt. Ist der kleine Platz belegt, lohnt kein riskantes Wendemanöver. Fahre weiter und nutze einen anderen Aussichtspunkt entlang der Strecke.

Die früher auf dieser Seite genannten Koordinaten 28.3343453, -16.4904622 liegen im Bereich der beiden Stopps. Für die Navigation solltest du trotzdem den Namen plus TF-24 verwenden und nicht blind auf die letzte Abbiegeanweisung schauen.

Wie viel Zeit solltest du einplanen?

Für Fotos und einen ruhigen Blick auf die Schichten genügen meist 10 bis 20 Minuten. Der Mirador ist kein Ziel für einen halben Tag, sondern ein sinnvoller Zwischenhalt auf einer Fahrt durch das Hochland. Genau darin liegt seine Stärke: Du kannst ein gut sichtbares Stück Vulkangeschichte betrachten, ohne eine lange Wanderung oder eine Reservierung einzuplanen.

Verbinde den Stopp mit weiteren Punkten auf deiner Route, aber mache daraus keinen überfüllten Inseltag. Für einen vollständigen Tagesablauf hilft der separate Guide zum Teide-Ausflug. Eine größere Auswahl findest du bei den Teneriffa-Sehenswürdigkeiten; weitere Ziele ohne Eintritt stehen unter Teneriffa kostenlos.

Lohnt sich der Halt bei Wolken?

Ja, wenn du vor allem die farbigen Ablagerungen sehen möchtest. Sie liegen direkt an der Straße und verschwinden nicht hinter einer Wolkendecke. Für den Fernblick ist die Lage weniger berechenbar: Wolken können die Sicht Richtung La Palma oder über den Norden komplett verdecken.

Bei dichtem Nebel, starkem Wind oder einer Straßensperrung ist Weiterfahren keine gute Idee. Prüfe vor einer Fahrt ins Hochland die aktuelle Straßen- und Wetterlage. Wolken an der Küste sagen wenig über die Bedingungen an der TF-24 aus, und umgekehrt kann ein sonniger Strandtag oben kühl und windig sein.

FAQ: Häufige Fragen

Wo liegt der Mirador La Tarta?

Die beiden Aussichtspunkte La Tarta 1 und La Tarta 2 liegen an der TF-24 bei Kilometer 31,8 und 31,9 im Teide-Nationalpark. Du erreichst sie auf der Höhenstraße zwischen El Portillo und La Esperanza. Orientiere dich unterwegs an den Haltebuchten und den Kilometerangaben.

Kann man am Mirador La Tarta parken?

Es gibt kleine Haltebuchten unmittelbar an der Straße, aber keinen großen Besucherparkplatz. Stelle dein Auto nur ab, wenn es vollständig und sicher in die vorgesehene Fläche passt. Bei belegter Bucht solltest du weiterfahren, statt am Fahrbahnrand zu halten oder auf der TF-24 zu wenden.

Wie lange braucht man für den Aussichtspunkt?

Plane ungefähr 10 bis 20 Minuten ein, wenn du beide benachbarten Stopps ansehen und fotografieren möchtest. Es gibt dort keinen ausgewiesenen Wanderweg. La Tarta passt deshalb am besten als kurzer Halt innerhalb einer Teide-Rundfahrt und nicht als eigenständiger Tagesausflug.

Ist der Mirador La Tarta kostenlos?

Ja. Für den Halt am Mirador La Tarta brauchst du kein Eintrittsticket und keine Reservierung. Kosten entstehen nur durch deine Anfahrt oder eine gebuchte Tour. Zugangs- und Straßenbedingungen können sich kurzfristig ändern, deshalb solltest du aktuelle Hinweise vor der Fahrt prüfen.

Was sieht man am Mirador La Tarta bei Wolken?

Die farbigen vulkanischen Schichten am Straßenanschnitt bleiben auch bei tiefer Bewölkung interessant. Der Fernblick kann dagegen vollständig fehlen. Bei Nebel wird zusätzlich die Verkehrssicherheit auf der kurvigen TF-24 wichtiger; dann ist Auslassen vernünftiger als ein erzwungener Fotostopp.

Quellen und aktuelle Hinweise

Stand der redaktionellen Prüfung: 11. September 2026.

Mein Fazit: Halte für La Tarta an, wenn die Bucht frei ist und der Aussichtspunkt ohnehin auf deiner Route liegt. Die farbigen Schichten sind ungewöhnlich genug für eine Pause, aber nicht wichtig genug für riskantes Parken oder eine lange Extrafahrt.